Wer den Osten Europas neu entdecken will, der reist am besten nach Polen. Dieses Land hat weit mehr zu bieten als man zuweilen denkt. Die in neuem Glanz erstrahlenden kulturellen Zentren Polens, Krakau und Warschau, ziehen Jahr für Jahr mehr Touristen an.
Danzig und
Kolberg sind nur zwei der Top-Reisedestinationen der Ferienhausurlauber oder Kurgäste an der 500 Kilometer langen Ostseeküste mit ihren weißen, flach abfallenden Sandstränden.
Die Polen sind zu Recht stolz auf ihre Küche. Zwar halten internaDie Polen sind zu Recht stolz auf ihre Küche. Zwar halten internationale Gerichte und Fastfood seit 1989 auch östlich der Oder Einzug. Doch neben neu eröffneten spanischen, italienischen, japanischen und vietnamesischen Restaurants werden Sie überall auf einheimische Spezialitäten stoßen, deren Geschmacksrichtungen Sie etwa in Frankreich, Italien oder Deutschland vergeblich suchen.
Die Polen lieben den süßsauren Geschmack. Sie finden ihn beim Schweinsrücken, der mit Pflaumen verfeinert wird, ebenso wie beim Wildbret mit Preiselbeeren oder bei der mit Majoran und Rosmarin gebeizten Bratente, zu der eine Apfelfüllung gehört, wie sie früher in Deutschland zum Weihnachtsfest üblich war. Und natürlich beim Eintopf bigos - dem polnischen Nationalgericht.
Als Beilage zum Fleisch werden neben Kartoffeln, die es immer wieder und reichlich gibt, auch Knödel und Buchweizengrütze gereicht. Bunte Salatteller wie in Westeuropa sind in den Städten mittlerweile bekannt. Ansonsten werden Sie neben frischen Gurken, Tomaten und grünem Salat - nach polnischer Art mit einer Sahnesoße angemacht - häufig auf surówka stoßen: eingelegtes Sauergemüse, vom Weißkohl über Paprika bis zur Gurke. Eine wahre Renaissance erleben die pierogi: Gab es die Teigtaschen nach altem Brauch schon immer auf vielfältige Weise mit Kartoffeln, Pilzen, Sauerkraut, Fleischfüllung oder Quark, so sind der Phantasie jetzt keine Grenzen mehr gesetzt. Je nach Jahreszeit mit Erdbeeren oder Preiselbeeren gefüllt, mit zerlassener Butter übergossen und mit Puderzucker überstreut, sind sie eine wahre Delikatesse in der einfachen Bar genauso wie im Nobelrestaurant.
Zum zünftigen Mahl gehört ein zünftiger Wodka. Bei den Vorspeisen - einem Karpfen in Aspik etwa, geräuchertem Lachs oder Pilzen aus den heimischen Wäldern - wärmt er den Magen; nach dem Hauptgang regt er die Verdauung an. Zum Essen sind die Sorten Wyborowa und Zytnia zu empfehlen, während Zubrówka mit dem intensiven Geschmack des eingelegten Mariengrases besser zum Abend passt.
Eine Spezialität in Danzig ist das Danziger Goldwasser, ein traditioneller, süßer honiggelber Likör mit hauchzarten Goldflocken.
Jahrhundertelang tranken die Polen ein leichtes und schäumendes Bier zum Essen. Nach dem Kommunismus wetteifern viele Firmen auf dem Markt: beispielsweise Lech, Zywiec Tyskie oder EB. Wodka und Bier machen gut 90 Prozent des Alkoholkonsums aus - Wodka ist wieder im Kommen. Wein ist auf Grund eines hohen Einfuhrzolls teurer als im Westen. Nur in wenigen Lokalen finden Sie gute französische oder italienische Sorten.
Ansonsten heißt das Lieblingsgetränk der Polen herbata (Tee). Sie trinken ihn morgens, mittags, abends und zwischendurch. In größeren Städten finden Sie Kaffee auch als Cappuccino, Caffè latte etc., auf dem Land allerdings nach »türkischer Art« meist nur mit Satz.
Wer aus dem Westen gewohnt ist, es sich nach Tagesausflügen in ländliche Gegenden in Gasthäusern oder Wirtsstuben wohl sein zu lassen, muss in Polen umdenken: Vielleicht findet er in größeren Dörfern tatsächlich eine »Bar«, die auch noch kühles Bier hat. Verlassen Sie sich darauf aber nicht. Bei Ausflügen außerhalb der Städte sollte deswegen vorsichtshalber ein Proviantkorb dabei sein.
tionale Gerichte und Fastfood seit 1989 auch östlich der Oder Einzug. Doch neben neu eröffneten spanischen, italienischen, japanischen und vietnamesischen Restaurants werden Sie überall auf einheimische Spezialitäten stoßen, deren Geschmacksrichtungen Sie etwa in Frankreich, Italien oder Deutschland vergeblich suchen.
Das traditionelle Mittagessen besteht aus mindestens drei Gängen und wird normalerweise zwischen 14 und 17 Uhr eingenommen. Suppe, Hauptgang und Nachtisch (und sei es nur Kompott) sind auch im Alltag obligatorisch.
Die Polen lieben den süßsauren Geschmack. Sie finden ihn beim Schweinsrücken, der mit Pflaumen verfeinert wird, ebenso wie beim Wildbret mit Preiselbeeren oder bei der mit Majoran und Rosmarin gebeizten Bratente, zu der eine Apfelfüllung gehört, wie sie früher in Deutschland zum Weihnachtsfest üblich war. Und natürlich beim Eintopf bigos - dem polnischen Nationalgericht.
Als Beilage zum Fleisch werden neben Kartoffeln, die es immer wieder und reichlich gibt, auch kluski (Knödel) und kasza gryczana (Buchweizengrütze) gereicht. Bunte Salatteller wie in Westeuropa sind in den Städten mittlerweile bekannt. Ansonsten werden Sie neben frischen Gurken, Tomaten und grünem Salat - nach polnischer Art mit einer Sahnesoße angemacht - häufig auf surówka stoßen: eingelegtes Sauergemüse, vom Weißkohl über Paprika bis zur Gurke. Eine wahre Renaissance erleben die pierogi: Gab es die Teigtaschen nach altem Brauch schon immer auf vielfältige Weise mit Kartoffeln, Pilzen, Sauerkraut, Fleischfüllung oder Quark, so sind der Phantasie jetzt keine Grenzen mehr gesetzt. Je nach Jahreszeit mit Erdbeeren oder Preiselbeeren gefüllt, mit zerlassener Butter übergossen und mit Puderzucker überstreut, sind sie eine wahre Delikatesse in der einfachen Bar genauso wie im Nobelrestaurant.
Zum zünftigen Mahl gehört (noch) ein zünftiger Wodka. Bei den Vorspeisen - einem Karpfen in Aspik etwa, geräuchertem Lachs oder Pilzen aus den heimischen Wäldern - wärmt er den Magen; nach dem Hauptgang regt er die Verdauung an. Zum Essen sind die Sorten Wyborowa und Zytnia zu empfehlen, während Zubrówka mit dem intensiven Geschmack des eingelegten Mariengrases besser zum Abend passt.
Eine Spezialität in Danzig ist das Danziger Goldwasser, ein traditioneller, süßer honiggelber Likör mit hauchzarten Goldflocken.
Jahrhundertelang tranken die Polen ein leichtes und schäumendes Bier zum Essen. Nach dem Kommunismus wetteifern viele Firmen auf dem Markt: beispielsweise Lech, Zywiec Tyskie oder EB. Wodka und Bier machen gut 90 Prozent des Alkoholkonsums aus - Wodka ist wieder im Kommen. Wein ist auf Grund eines hohen Einfuhrzolls teurer als im Westen. Nur in wenigen Lokalen finden Sie gute französische oder italienische Sorten.
Ansonsten heißt das Lieblingsgetränk der Polen herbata (Tee). Sie trinken ihn morgens, mittags, abends und zwischendurch. In größeren Städten finden Sie Kaffee auch als Cappuccino, Caffè latte etc., auf dem Land allerdings nach »türkischer Art« meist nur mit Satz.
Im sozialistischen Polen zählten die Restaurants und Cafés in den großen Hotels zu den besten in der Stadt, und normalerweise kann man sich auch heute auf ihre Qualität verlassen. Das gilt noch mehr für alle im Band empfohlenen Hotels in ländlichen Gebieten, zumal diese häufig als einzige bis in die Abendstunden geöffnet haben. Ansonsten schießen Bars, Bistros, Pizzerias und Restaurants überall in Polen wie Pilze aus dem Boden. Gehen Sie also auf Entdeckungstour; die Qualität des Essens wie des Interieurs ist allerdings sehr unterschiedlich.
Wer aus dem Westen gewohnt ist, es sich nach Tagesausflügen in ländliche Gegenden in Gasthäusern oder Wirtsstuben wohl sein zu lassen, muss in Polen umdenken: Vielleicht findet er in größeren Dörfern tatsächlich eine »Bar«, die auch noch kühles Bier hat. Verlassen Sie sich darauf aber nicht. Bei Ausflügen außerhalb der Städte sollte deswegen vorsichtshalber ein Proviantkorb dabei sein.
Silber, Bernstein und Porzellan
Beim Shopping kann man in Polen neben sehr viel Alltäglichem und Geschmacklosem auch sehr Schönes und Ausgefallenes finden. Die Cepelia-Läden verkaufen von bestickten Leinentischdecken über handgewebte Teppiche, silbergefassten Bernsteinschmuck bis zum blau bemalten, traditionellen Bunzlauer Geschirr alles, was mit volkstümlicher Kunst und polnischem Handwerk verbunden ist. Sehr bekannt ist sorgfältig handbemaltes Porzellan aus Wloclawek und Bunzlau (Boleslawiec). Entweder in Blau oder in Braun auf weißem Grund erhalten Sie Kerzenständer, Bodenvasen, Obstschalen und Essservices.
Auffallend sind die vielen Schmuckgeschäfte. Galerien, Konfektionsläden oder spezielle Geschäfte haben eine große Auswahl an Silberarbeiten. Phantasievoll sind Broschen, Anstecknadeln, Ketten, Ringe, Armreifen - nicht nur im Ostseeraum mit Bernstein kombiniert.
Schon immer berühmt wegen seiner Plakatkünstler hat Polen auch heute namhafte Grafiker, Maler, Bildhauer und Designer vorzuweisen. Vor allem in Krakau und Warschau stoßen Sie auf zahlreiche Galerien mit Werken moderner Künstler. Früher war Kunst in Polen relativ preiswert zu bekommen - heute liegen die Preise auf Westniveau.
Sehr typisch für alte polnische Volkskunst sind die Holzfiguren, die ursprünglich talentierte Bauern in ihrer freien Zeit herstellten. Heute finden Sie die Figuren schon etwas kommerzieller hergestellt, aber nach wie vor sehr typisch in Formen und Farben: religiöse Motive, Bauern und Bäuerinnen, Tiere, Blumen und Obst.
Auch Polen hat seine Tücken für Touristen
Bloß nicht…
Zu leichtsinnig sein
Polen ist inzwischen zwar besser als sein Ruf. In den letzten Jahren wurden weniger Taschendiebstähle registriert, und auch der Diebstahl westlicher Autos ist deutlich zurückgegangen. Trotzdem sollten Sie im Gedränge auf Bahnhöfen, in Zügen und Bussen auf Ihre Brieftasche achten (selbst wenn Sie sie in der Innentasche Ihres Jacketts gut untergebracht glauben), nichts Wertvolles im Auto liegen lassen und das Fahrzeug tagsüber durch Wegfahrsperre bzw. einen Alarm sichern und nachts auf einem bewachten Parkplatz abstellen.
Leitungswasser ungeprüft trinken
Bevor Sie Ihren Tee mit Leitungswasser kochen, sollten Sie sich nach der Qualität erkundigen. In vielen Orten ist das Leitungswasser nicht nur ungenießbar, sondern auch gesundheitsschädlich. Sollten Sie allerdings in Masuren sein oder durch das Bieszczady-Gebirge wandern, dann vergessen Sie die Gräuelgeschichten, und genießen Sie einfach das klare, bekömmliche, reine Wasser!
Schlaglöcher übersehen
Selbst in gut ausgebauten Landstraßen finden sich tief versteckte Gullideckel, ausgefahrene Spurrillen, schlecht reparierte Löcher und Schienenübergänge, die selbst gut gefederte Autos besser im Schritttempo überfahren sollten. Rechnen Sie auch mit Fahrzeugen, die unvorhergesehen ausscheren oder doppelt so schnell fahren wie erlaubt.
Taxi fahren ohne Taxameter
Manche Taxis kosten in Polen mehr als andere. Vom Flughafen oder Hauptbahnhof zahlen Sie bis zu dreimal so viel zum Zielort wie normal. Andere Taxifahrer spekulieren auf Ihre Hilflosigkeit als Ausländer und verlangen einen überhöhten Preis. Lassen Sie also auf jeden Fall das Taxameter einschalten und multiplizieren Sie die Zahl mit dem Faktor, der - stets gut sichtbar - je nach Inflationsstand im Taxi angegeben sein muss. Am besten fordern Sie ein Funktaxi an (in Warschau z. B. Tel. 96 22, 96 44 oder 96 64).
Gesundheit
Im Krankheitsfall übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ärztliche Leistungen in Polen - allerdings brauchen Sie die Europäische Versicherungskarte EHIC, die kostenlos bei Ihrer Krankenkasse erhältlich ist.
Apotheken haben geöffnet wie alle anderen Geschäfte, in Großstädten gibt es nachts Notapotheken. Nicht verschreibungsfähige Medikamente sind häufig billiger als in Deutschland.
Internet
Allgemeine Informationen über den Tourismus sind u. a. erhältlich unter www.urlaub-polen.de, www.polish-online.com und www.polishworld.com.
Internetcafés
Mit eigenem Laptop (einschließlich Modem) können Sie sich über die polnische Telefongesellschaft einloggen: Wählen Sie 020 21 22 und geben den Benutzernamen und das Passwort ppp ein. Internetcafés sind immer mehr im Kommen, selbst in kleineren Städten. Die Preise liegen bei 1-3 Euro pro Stunde. Sie können auch - für erheblich teurere Tarife - die Businesscenter der Hotels nutzen.
Notruf
Ambulanz 999, Feuerwehr 998, Polizei 997, Pannenhilfe 981, ADAC -Notruf 061/831 98 88 (man spricht deutsch)
Öffnungszeiten
Geschäfte, Kaufhäuser und Einzelhändler sind Mo-Fr 11-19 Uhr und Sa 11-14 Uhr geöffnet. Lebensmittelläden öffnen früher, einige haben auch nachts und feiertags auf. Behörden und Banken: 8-17 Uhr, manchmal bis 19 Uhr. Restaurants haben in der Regel keinen Ruhetag.
Post
Briefe und Postkarten innerhalb Polens kosten 1,80 Zl., in andere europäische Länder 2,10 Zl. (Luftpost 2,60 Zl.) In der Regel dauert die Post nach Deutschland drei Tage; manchmal allerdings bis zu zwei Wochen. Postämter in größeren Orten sind meist Mo-Fr 8-19 Uhr geöffnet. Die Hauptpost in Warschau hat 24 Stunden geöffnet.
Telefon
Telefonkarten für Automaten gibt es in jeder Post und in allen Kiosken mit 25, 50 und 100 Einheiten (ca. 5, 10 und 20 Euro), allerdings für zwei verschiedene Telefonautomaten. Bei Gesprächen innerhalb Polens ist der Ortsvorwahl eine Netzvorwahl voranzustellen (z. B. 1033 o. 1055): also 0-1033-12-... für Krakau. Bei Gesprächen ins Ausland entfällt die Netzwahl; es gelten die internationalen Vorwahlnummern. Die Telefonauskunft hat landesweit die Nummer 913 (für das Ortsnetz) und 912 (für Fernverbindungen).
Handys wählen sich automatisch ins einheimische Netz ein. Abgesehen von einigen Gebieten Ost- und Südostpolens besteht gute Verbindung. Der Normaltarif für Gespräche in Polen beträgt 77 Cent, von Polen z. B. nach Deutschland 92 Cent. Bei ankommenden Gesprächen werden Ihnen die Kosten für die Weiterleitung im Satellitennetz berechnet.
Informieren Sie sich über Calling Cards fürs Ausland, die Sie in Deutschland kaufen und mit denen Sie von Ihrem Urlaubsort aus telefonieren können.
Toiletten
Anstelle von toaleta oder WC sind Damentoiletten meist durch einen Kreis, Männertoiletten durch ein Dreieck gekennzeichnet. Selbst in Restaurants wird eine Gebühr verlangt, meist 1-1,50 Zl.
Zoll
Die durchgängigen Zollkontrollen sind mit dem EU-Beitritt weggefallen. Es gilt die normale EU-Bestimmung, dass Waren für den privaten Bedarf frei ein- und ausgeführt werden können (z. B. 90 l Wein, 10 l Spirituosen). Ausnahme sind Zigaretten und andere Tabakwaren: So dürfen Sie z. B. nur 200 Zigaretten aus Polen ausführen (Kontrollen!). Die Ausfuhr von vor dem 9. Mai 1945 hergestellten Antiquitäten bedarf einer Genehmigung des Denkmalkonservators der jeweiligen Wojewodschaft. www.zoll.de
Autofahren
Während das ausgedehnte Netz an Fernstrassen normalerweise in sehr gutem Zustand ist, können Fahrten auf Nebenstrassen manchmal recht beschwerlich sein. Autobahnen gibt es nur bei grösseren Städten. Tankstellen befinden sich an Durchgangsstrassen und in Städten. Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist flächendeckend. Die Strassenverkehrsregeln sind weitestgehend dieselben wie im übrigen Europa. Innerorts darf nicht schneller als 60 km/h gefahren werden, ausserorts maximal 90 km/h und auf Autobahnen und Schnellstrassen sind es 110 km/h. Das Alkohollimit beträgt 0,2 Promille, was einem absoluten Alkoholverbot gleichkommt.
Bahn
Mit Expresszügen sind Sie schneller als mit dem Auto. Die Züge verkehren allerdings nur zwischen den Großstädten und sind, zumindest in der 2. Klasse, oft voll besetzt. Sonderangebote gibt es für Wochenenden und Feiertage: Für 50 Zl. (ca. 13 Euro) können Sie in der 2. Klasse unbegrenzt Regionalbahnen und für 99 Zl. (ca. 25 Euro) unbegrenzt IC-, EC- und Expresszüge benutzen (außer EC Berlin-Warschau). Informationen unter www.polen-info.de
Fahrräder
Fahrradfahren entwickelt sich in Polen zum Massensport. Vor allem in den Erholungsgebieten sind immer mehr Wege ausgeschildert. Für den grenzüberschreitenden Verkehr ist eine internationale Fahrradkarte erforderlich (10 Euro).
Angeln
In Gebirgsflüssen und -seen und in Masuren finden sich z. B. Forellen und Zander; in der Ostsee ist der Lachs daheim, hier werden auch Hochseeangeltouren angeboten. Gegen Entgelt können sich Touristen am Fischfang beteiligen.
Fahrradtouren
Auf Grund der zunehmenden Popularität haben die Wojewodschaften inzwischen fast überall markierte Wege für Radfahrer eingerichtet - insgesamt eine Strecke von mehreren Tausend Kilometern in Pommern, Masuren, der Jura-Hochebene, in Masowien um Warschau und - schon schwierigere Strecken - in den Bieszczady-Bergen und den Sudeten. Gute Bedingungen für Mountainbiker hat das Dreiländereck bei Cieszyn (Teschen) mit 800 km markierten Radwegen durch die polnischen Beskiden und über die Grenze nach Tschechien und in die Slowakei.
Golf
Eine völlig neue Errungenschaft seit Anfang der 90er-Jahre, die schnell Anhänger findet. Siebzehn Golfplätze gibt es bereits, weitere sind im Bau (Informationen unter www.golf.pl).
Paddeln
Schon berühmt sind die romantischen Paddelrouten in Nordpolen auf den Flüssen Brda, Krutynia und Czarna Hancza. Wer eine größere sportliche Herausforderung sucht, wählt eine Kajaktour auf den Gebirgsflüssen Dunajec und Bóbr im Süden.
Reiten
Einst nur von den staatlichen Gestüten angeboten, hat sich das Reiten zu einer touristischen Attraktion entwickelt. An der deutsch-polnischen Grenze hat sich eine ganze Reihe von Gestüten etabliert, u. a. in Bielun, Moryn und Radun.
Segeln
Zum Segeln bietet sich die Masurische Seenplatte an, vor allem der Sniardwy- und der Mamry-See. Gesegelt wird aber auch im Stettiner Haff - wer will, kann von hier einfach in die Ostsee stechen - und im Bieszczady-Gebirge auf dem Solina-See.
Ski
Seit Skisprungstar Adam Malysz hat der ganze Skisport in Polen Zulauf. Die beliebtesten Skigebiete sind das Riesengebirge (Szklarska Poreba und Karpacz) sowie die Tatra (besonders in der Gegend von Zakopane). Die einzige Ganzjahrespiste auf Kunststoffmatten (200 m) befindet sich in den Beskiden am Berg Klimczok beim Ferienort Bystra Slaska.
Tauchen
Zu den größten Unterwasserattraktionen gehört das Wracktauchen in der Ostsee bis in 60 m Tiefe. Aber auch Baggerseen in Oberschlesien mit ihren ausrangierten Maschinen ziehen Unterwasserfotografen an. Für Anfänger empfehlen sich hingegen die Seengebiete in Masuren und der Kaschubei
Wandern
30 000 km sind in Polen gut als Wanderwege markiert: von der flachen Ostseeküste bis in den gebirgigen Süden. Die meisten Wege - für erfahrene wie für ungeübte Wanderer - befinden sich allerdings in den südlichen Bergregionen: in den Sudeten, den Beskiden, der Hohen Tatra und im Bieszczady-Gebirge.
Hervorragend zum Wandern sind auch die Nationalparks geeignet. Allein der Biebrzanski-Park in der Nähe von Bialystok, mit seinen 600 km² das größte Moorgebiet in Mitteleuropa, verfügt über 480 km Wanderwege und 400 km Radwege.